Dauerausstellung

In der Dauerausstellung wird gezeigt

  • Wie aus dem Wildschwein Hausschweinerassen entstanden sind und sich diese veränderten
  • Wie die Schweine gehalten und gefüttert wurde
  • Wie sich die Fortpflanzungstechnik entwickelte
  • Wie die Leistungsprüfung erfolgte
  • Wie die Schweinegesundheit gesichert wird
  • Wie sich die Schweinezüchter organisierten
  • Wie bedeutende Persönlichkeiten wirkten
  • Wie das Schwein umfassend und restlos verwertet wird
  • Wie das Schwein kulturgeschichtlich gesehen wird

Schweinekoben

Der im Ruhlsdorfer Museum ausgestellte Schweinekoben ist ein im Jahr 2000 errichteter orginalähnlicher Nachbau eines Objektes aus dem Thüringer  Freilichtmuseum Hohenfelden.

In solchen Ställen wurden die Schweine seit dem Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in Süd- und Mitteldeutschland gehalten. Diese Haltung war alles andere als tiergerecht  (Belichtung, schlechte Wärmedämmung und Luftzirkulation sowie ungenügende Bewegungsmöglichkeit) .  Von Generation zu Generation führte dies zu einer verstärkten Konstitutionsschwächung. Massiv gebaute Ställe galten häufig als „Betonsärge“. Erst durch die verschiedenen Lochow-Ställe, die vorwiegend in Norddeutschland nach dem  Entwurf Ferdinand von Lochow-Petkus in den 20er bis 50er Jahren errichtet wurden, kam es zu einer entscheidenden Verbesserung der Haltungsbedingungen der Nutzschweine.

Weit verbreitet waren auch gemauerte Buchten mit einer Holztür und einem von außen zugänglichem Futtertrog. Auf vielen Bauerngehöften kann man Reste dieser Schweinebuchten noch heute finden. Früher wurde in der bäuerlichen Wirtschaft 1-2 Schweine gehalten, die mit vielerlei "Abfällen" gefüttert wurde.

 

Die heutigen modernen Schweineställe wurden meist unter dem Zwang der Rationalisierung, d.h. zu kostengünstiger Produktion errichtet. Jedoch sind die Haltungsbedingungen mit dem Schweinekoben früherer Zeiten nicht vergleichbar. Es wird  sehr auf die Bedürfnisse der Tiere geachtet, und es müssen auch hohe Mindestanforderungen an den Tier- und Umweltschutz eingehalten werden.

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